zurück

Guardiola sagt Man City Lebewohl: Bayern-Trainer Kompany ehrt seinen früheren Chef als prägende Karriere-Motivation

Von Klaus Bergmann und Maximilian Wendl

Berlin/München – Vincent Kompany (40), der derzeitige Trainer des FC Bayern München, bezeichnete Pep Guardiola (55), seinen ehemaligen Vorgesetzten bei Manchester City, anlässlich dessen Abschieds als eine wesentliche Quelle der Inspiration für seinen eigenen Weg als Fußballtrainer.

„Ich habe meine eigene Persönlichkeit und meinen individuellen Charakter. Doch das Vertrauen und der Glaube an meine Fähigkeit, Trainer zu werden, sind etwas, das ich Pep zu verdanken habe. Sein Einfluss war enorm“, erklärte Kompany am Tag vor dem DFB-Pokalfinale zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart in Berlin.

Nach zehn Spielzeiten verlässt der renommierte Trainer Guardiola die Premier-League-Mannschaft. Kurz vor dem letzten Ligaspiel gegen Aston Villa verkündete der 55-Jährige seinen vorzeitigen Rücktritt. Von 2016 bis 2019 spielte Kompany als Verteidiger und Kapitän für den englischen Spitzenklub unter Guardiola.

„Ich war nicht unbedingt der Spieler in der Kabine, der sein engster Vertrauter war. Dennoch habe ich tief an seine Führungsqualitäten geglaubt“, berichtete Kompany.

Der 40-jährige Belgier betonte, dass im Fußball häufig zu viel über Taktik und Technik diskutiert werde. Für ihn zeichnete Guardiola als Trainer jedoch etwas noch Entscheidenderes aus.

„Am wichtigsten ist dieser unbändige Wille, alles gewinnen zu wollen – ganz gleich, worum es geht. Deshalb war es für mich ein großes Privileg, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. Ich weiß genau, dass mein Hunger, Trainer zu werden, aus den Jahren mit Pep entstanden ist.“

Guardiola errang mit Manchester City zahlreiche Titel, darunter die Champions League, sechs englische Meisterschaften sowie dreimal den FA Cup.

Sein Nachfolger wird voraussichtlich der Italiener Enzo Maresca (46), der bereits als Co-Trainer unter Guardiola tätig war und danach mit dem FC Chelsea die Club-Weltmeisterschaft gewann.